Liebe GOTS-Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freunde der Sportmedizin!

Es ist mir eine grosse Freude und Ehre, Sie als Kongresspräsident des 30. Jahreskongresses der GOTS vom 12. bis 13. Juni 2015 im Kongresszentrum Basel begrüssen zu dürfen. Basel am Rheinknie, nahe dem Dreiländereck zu Frankreich und Deutschland, ist als Metropole der Pharma-Industrie und der herausragenden medizinischen Forschung ein idealer Standort, die GOTS erstmals in die Schweiz zum Jahreskongress einzuladen. Zahlreiche Sportorthopäden der Region haben die moderne Sporttraumatologie und -orthopädie geprägt, nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland. Auch deshalb ist Basel für den Austragungsort geradezu prädestiniert.

Sport ist gesund, sein Effekt auf Körper und Seele bedeutend und nachhaltig. Der Effekt auf den Bewegungsapparat, namentlich die Gelenke, ist noch nicht ausreichend geklärt. Erstmals zeigte eine bedeutende Studie, dass aktive Läufer im Alter weniger an Arthrose leiden als Nicht-Sportler. Trotzdem, wie viele Sportler mussten wegen einer Arthrose ihren geliebten Sport in Frage stellen oder gar aufgeben? In vielen Fällen wären Anpassungen von Technik und Material, oder vorbeugende medizinische Massnahmen erfolgreich gewesen, den Verschleisserscheinungen Einhalt zu bieten. Ein Hauptthema des Kongresses ist deshalb der Diagnostik und Behandlung der Früharthrose gewidmet.

Sportler wollen heute auch immer länger aktiv bleiben. Häufig verlangen sie dem Körper Höchstleistungen auch im Alter ab. Wie Sport im Alter betrieben werden soll, wo die Leistungsgrenzen gesetzt werden sollten, ist noch wenig bekannt. Ein anderes Hauptthema widmet sich deshalb diesen Fragen.

Das Sprunggelenk ist im Sport kaum wie ein anderes Gelenk Verletzungsgefahren ausgesetzt. Die „einfache“ Distorsion ist zahlenmässig die weitaus häufigste Verletzung im Sport schlechthin. Die Erkenntnis vor ca. 30 Jahren, dass die konservative Behandlung ebenbürtige Ergebnisse zur operativen Behandlung liefert, hat allgemein zum diagnostischen und therapeutischen Nihilismus geführt. Nicht immer zu Recht, wie wir in der Zwischenzeit erkennen mussten. Auch andere Verletzungen des Sprunggelenkes und der umgebenden Strukturen haben massiv zugenommen, teils als Folge neuer Sportarten mit neuem Belastungsmuster. Häufig sind die Folgen gravierend, wie etwa nach Frakturen des Talus.

Dass Sportler mit Spätschäden nach Verletzungen des Sprunggelenkes zu unseren häufigsten Kunden zählen, erstaunt deshalb nicht. Die beste Prävention ist das Erkennen der akuten Sportverletzung, von deren Ausmass und Schwere. Nur, eine Diagnose stellen kann man nur wenn man sie kennt. Deshalb geht ein anderes Hauptthema auf die spezifischen Sportverletzungen am Sprunggelenk und die daraus resultierenden Schäden ein.

Dass Tennis als Haupt-Sportart ausgewählt wurde, liegt in der Heimat von Roger Federer auf der Hand. Er ist nicht nur der grösste und erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten, sondern auch eine Vorzeigeperson der Schweiz. Wir sind überzeugt, dass diese Session spannend und viele neue Aspekte beleuchten wird.

Eine besondere Ehre ist es für uns, Herrn Prof. Dr. Williams Ribbans aus Northampton / UK als Ehrengast begrüssen zu dürfen. Er hat die Sportorthopädie in England nachhaltig geprägt und war federführend in der medizinischen Betreuung der Athleten an den Olympischen Spielen in London. Er hat herausragende Arbeit in der Prävention von Sportverletzungen namentlich im Fuss- und Sprunggelenk geleistet. Sicherlich wird er Ihnen Faszierendes aus der Sporttraumatologie zu berichten wissen.

Ich freue mich, Sie auf unserem Kongress in Basel begrüssen zu dürfen und wünsche Ihnen schon jetzt einen unvergesslichen Aufenthalt in der Schweiz und interessante und bereichernde zwei Tage.

Prof. Dr. Beat Hintermann
GOTS-Kongresspräsident 2015

Kongressstart 12. Juni 2015

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Pre Day: 11. Juni 2015

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